Fotos, die ich nicht gemacht habe

Seit ich Artikel über Streetphotography verschlinge und auf Vivian Maier aufmerksam geworden bin, bewege ich mich „anders blickend“. Jeder, der gern fotografiert, kennt sicher den Moment, wenn eine Situation zu schnell vorrüber ist oder man gar keine Kamera dabei hat oder man aus anderen Gründen DAS Foto nicht machen kann.

Hier die drei, die mich in den letzten Wochen am meisten gewurmt haben:

  1. Vor einem Werbeplakat für ein Wasser mit dem Slogan „Freunde fürs Leben“ steht ein Vater, der links und rechts seine Söhne an den Händen hält.
  2. Ein „Sister-Act“-Plakat und von links nähern sich zwei Nonnen.
  3. Auf einer Halbinsel der Hamburger Hafencity finden gerade massive Erdarbeiten statt. Eines Morgens waren hinter recht gleichmäßigen Hügeln mehrere Schiffe zu sehen, deren Weiß sich leuchtend vom tiefblauen Himmel abzeichnete. Neben dem Kontrast dreier Elemente (Erde, Wasser, Luft), reizte mich die doppelte Darstellung einer Tendenz im Hafen: immer weniger Hafenwirtschaft. Die anspruchsvolle Bebauung des ehemaligen Cellpap-Terminal-Geländes vor dem Hintergrund der stillgelegten Feederschiffe. An keinem weiteren Tag war der Himmel so blau, die Sandberge so angeordnet und meine Kamera so wenig dabei.
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