Pulled Pork – low & slow

Eigentlich bin ich nicht so ein Fan von Schweinefleisch, aber nachdem ich in unserer Kantine (ja!), im Egon’s in Oslo und wieder in Hamburg ganz wunderbare Pulled-Pork-Burger gegessen habe und auch in der Food-Blogger-Szene ein regelrechter Hype…

Egal! Rezepte gegoogelt – Nacken gekauft – Gewürze gecheckt – los ging’s…

P3130122_Fotor_vorbereitung

Allein schon das Zusammensuchen der verschiedenen Gewürze für den Rub und das mörsern war sinnlich und voller Vorfreude. Am nächsten Tag kam mein neues Fleischthermometer zum Einsatz und die ersten Stunden waren – bis auf den Duft, der das ganze Haus durchzog – unspektakulär. Da ich keine Eile und genug um die Ohren hatte, haben mich auch die sogenannten Plateau-Phasen, in denen die Temperatur stagniert, nicht nervös gemacht. Irgendwann stand die Anzeige auf 90 Grad und ich wickelte das duftende Stück liebevoll in Alufolie zum Ausruhen. Dabei musste ich schon aufpassen, dass es nicht zerfiel. Beim Zerrupfen später habe ich als alte Chirurgin natürlich (!) Fettadern entdeckt und beseitigt :-).

Mit etwas von der Sauce vermengt und mit Krautsalat in ein Brötchen gesteckt, hat man am Ende einen Burger in Händen, bei dem von Fast-Food so gar keine Rede mehr sein kann.

Pulled Pork 1_Fotor_fertig

Hier das Rezept (für die Zubereitung im Ofen):

1 Schweinenacken (1,8 kg) (ein ganzer Nacken hat ca. 3 kg und reicht für 8-10 Personen)
1 Zwiebel in Spalten geschnitten
3-6 Feigen, halbiert
2 Flaschen Bier à 0,33l

Rub
2 EL feines Meersalz
2 EL brauner Zucker
1 TL schwarze Pfefferkörner
6 Pimentkörner
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1 EL selbstgetrockneter Oregano
1/4 TL Zimtpulver
1 EL Pimenton de la Vera, picante
1 EL edelsüsses Paprikapulver
1 TL Zwiebelpulver
4 Knoblauchzehen, gepresst

Zubereitung
1.
Für den Rub Pfeffer-, Pimentkörner, Kreuzkümmelsamen und Oreagano mittelfein mörsern. Die restlichen Gewürze und gepressten Knoblauch dazugeben und gut vermischen.
2.
Fleisch mit dem Rub einreiben und für 12 Stunden in Folie gewickelt im Kühlschrank marinieren lassen. Braten herausnehmen und Raumtemperatur annehmen lassen. Eventuell Saft, der sich gebildet hat wegleeren.
3.
Einen grossen Bräter mit den Zwiebeln und Feigen auslegen, Fleisch darauf legen. Etwa 1,5 dl Bier dazu giessen. Fleischthermometer einstecken und das Fleisch in den auf 120° C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Ofen geben. Dann warten bis der Braten 90° C erreicht hat. Das kann bis zu 8 Stunden oder länger dauern. Während dieser Zeit den Braten ab und zu mit der Sauce übergiessen (nicht zu oft) und auch nach ein paar Stunden etwas Bier dazu giessen.
4.
Wenn dann der Braten endlich 90° C erreicht hat. Ofen ausschalten, Fleisch herausnehmen und gut in Alufolie wickeln und in den ausgeschalteten Ofen legen, Ofentüre schliessen.
5.
Nach ein paar Stunden (mindestens 1 Stunde muss gewartet werden) das Fleisch aus dem Ofen nehmen und mit zwei Gabeln zerrupfen.
6.
Falls noch Bier da ist, dies in die Sauce giessen und die Sauce pürieren und danach aufkochen.
7.
Pulled Pork in eine Bratpfanne geben, etwas von der Sauce darübergiessen und aufwärmen.

P.S. Um den Mörser zu neutralisieren, kann man nach dem Reinigen etwas Reis mörsern und diesen eine Weile im Mörser stehen lassen.

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